Impfung

Nachimpfungen:

Nach einem Jahr wird SHPPiLT noch einmal nachgeimpft, dann wird jährlich nur SHPPiL verabreicht.
Eine Impfung gegen Tollwut erfolgt nur noch alle 3 Jahre

Wogegen wird geimpft?

S = Staupe
H = Hepatitis contagiosa canis (ansteckende Leberentzündung)
P = Parvovirose
Pi = Parainfluenza (Zwingerhusten)
L = Leptospirose
T = Tollwut


Borreliose:
Übertragen werden die Borrelien auf Mensch und Tier durch Zeckenbisse. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass der Übergang der Borrelien von der Zecke in den Körper frühestens 24 Stunden nach dem Zeckenbiss erfolgt.
In Mitteleuropa gibt es fünf verschiedene Borrelien-Arten. Bislang ist nicht geklärt, welche Arten von diesen Borrelien das Krankheitsbild verursachen. Bei einer Impfung bildet der Hund zwar Antikörper gegen den Impfstamm, also nur eine dieser Erregerarten. Diese schützen jedoch kaum gegen die anderen Borrelien-Arten. Zu erreichen ist mit einer Impfung also maximal eine Risikominimierung. Ein belastbarer Impfschutz zur Verhinderung einer Erkrankung ist jedoch nicht gewährleistet. Aus den genannten Gründen ist auf alle Fälle eine wirksame Zeckenprophylaxe ratsam.


Was ist zu beachten?

Bitte achten Sie darauf, daß nur eine jährliche Auffrischungsimpfung einen belastbaren Impfschutz bei Ihrem Hund gewährleistet. Vor jeder Impfung sollte eine Wurmbehandlung durchgeführt werden.

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Der wachsende Hund

Eine ausgewogene Ernährung ist vor allem in der Wachstumsphase eines Hundes von sehr großer Bedeutung. Durch Fehlernährung (meist "zu viel des Guten") können Entwicklungsstörungen des Knochen- und Gelenkapparates zu dauerhaften Schäden führen. Ausgewogen bedeutet, dass weder zu viel noch zu wenig Nährstoffe, Proteine und Mineralien im Futter enthalten sein sollten, sondern, je nach Alter des Tieres, im richtigen Verhältnis.


Am besten geeignet sind Fertigfuttermittel, die für jede Altersgruppe eine spezielle Zusammensetzung haben. Immer wieder wird der Fehler begangen, wachsenden Hunden zusätzlich hochdosiert Kalzium in Form von "Kalk-Tabletten", zusätzlich zu einem altersgerechten Futter zu geben. Als "Vorbild" dient hier wahrscheinlich die Erfahrung aus der Humanmedizin ohne jedoch zu bedenken, daß z.B. eine Dogge innerhalb eines Jahres, ausgehend von ca. 600 g Geburtsgewicht, ein Körpergewicht von ungefähr 60 Kg erreicht, wofür ein Kind in der Regel mehr als 10 Jahre benötigt.


Eine Kalzium-Überdosierung führt ebenso wie eine reine Fleischfütterung zu Mineralisationsstörungen, und kann dauerhafte Schäden des Knochensystems zur Folge haben. Ein Überangebot an verdaulicher Energie lässt vor allem großwüchsige Hunderassen zu schnell an Gewicht zunehmen, die Folge können ebenfalls Entwicklungsstörungen an Gelenken sein, die mitunter auch nur operativ behandelt werden können.

Fazit:

Füttern Sie Ihrem Hund ein handelsübliches, für sein Alter entsprechend abgestimmtes Fertigfutter und vermeiden Sie exzessive Kalzium-Gaben! Als Orientierung zur rasseabhängigen Entwicklung des Körpergewichts dienen nachfolgende Diagramme.

Riesenrassen:

Mittlere Rassen:

Kleinrassen:

Zwergrassen:

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DER HUND AUF REISEN

Bei Urlaubsreisen in südliche Länder können verschiedene exotische Krankheiten Ihren Hund gefährden:

Lyme-Borreliose

Vorkommen:in ganz Europa, auch hier in Deutschland
Übertragung:durch Zeckenbiß
Symptome:u.a. Fieber, Abgeschlagenheit, Lahmheiten
Vorbeugung: Impfung und Zeckenprophylaxe

Babesiose

Vorkommen:

in allen südlichen Regionen Europas (auch Süddeutschland)
Übertragung:durch Zeckenbiß
Symptome:Erreger zerstört die roten Blutkörperchen und ruft Fieber, Blutarmut, Gelbsucht und Leberschädigungen hervor
Vorbeugung: Zeckenprophylaxe

Dirofilariose = Herzwurmerkrankung

Vorkommen:in Spanien, Italien, Frankreich
Übertragung:durch Mückenstich
Symptome: Leistungsminderung, Husten, Atemnot, Leber- und Nierenschädigungen
Vorbeugung: - Hund unter Mückennetz schlafen lassen
- Bei Aufenthalt länger als 1 Monat - Behandlung während des Urlaubes
- Ansonsten 2 Wochen nach Urlaubsende und dann nochmal 1 Monat später behandeln

Leishmaniose

Vorkommen:Mittelmeerländer
Übertragung:durch Sandfliege, Schmierinfektionen über Hautwunden, auch Mensch gefährdet
Symptome:Hauterkrankungen (mitunter erst lange Zeit nach Ansteckung), Fieber, Abmagerung
Vorbeugung: - Mückenprophylaxe (Tiere abends im Haus lassen, Mückennetz
- schwierige und langwierige Behandlung, wenn Krankheit ausgebrochen ist

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Hundeerziehung

Welcher Hund passt zu mir?

Bevor Sie sich einen Hund anschaffen sollten Sie sich Gedanken machen, welche Rasse sich für Sie geeignet ist. Will man einen Familienhund oder will man Hundesport betreiben, wie sind die Haltungsbedingungen (Wohnung oder Haus mit Garten)?
Auch über die Eigenarten der Rasse sollten Sie sich vorher informieren, so können Sie vielen späteren Problemen hinsichtlich der Erziehung und artgerechten Haltung vorbeugen.

Der Hund als Rudeltier

Hunde sind naturgemäß Rudeltiere, die innerhalb eines Rudels eine Rangordnung festlegen. Für unsere vierbeinigen Freunde sind wir als Menschen sein "Rudel" und auch hier wird eine Rangfolge festgelegt. Ranghöher zu sein bedeutet, man darf alles machen und alle anderen haben das zu akzeptieren. Und genau hier liegt häufig das Problem, wenn Ihr Hund einmal den Job des Rudelsführers übernommen hat. Dann macht er mit "seiner Familie" was er will, denn er ist ja der "Boss". Es wird geknurrt, wenn man nur in die Nähe seines Knochens kommt, die Zähne werden gezeigt, wenn das Herrchen auf "sein Sofa" will und wenn es sein muß, wird dem auch mal mit Hilfe der sehr wirkungsvollen Zähne Nachdruck verliehen. Räumen Sie auch anderen Familienmitgliedern (z.B. Kindern) eine deutlich übergeordnete Stellung in der Gemeinschaft ein.

Was Hänschen nicht lernt ...

Wenn Sie Ihren Welpen bekommen, ist die sogenannte "Prägungsphase" in vollem Gange. Das bedeutet, daß Sie Ihren Hund mit allem konfrontieren sollten, was er später einmal ohne Angst akzeptieren soll. Gewöhnen Sie Ihren Hund auch in diesem Alter schon an die Fellpflege, das Ohren- und Zähneputzen und an die Pfotenpflege.
Günstig sind auch Besuche in der Tierarztpraxis, einfach nur mal so zum Wiegen, ohne Spritze und andere fürchterliche Dinge, und dann gibt es noch ein Leckerchen - da geht man doch als Hund gerne wieder hin! Fahren Sie mit dem Hund Auto, gewöhnen Sie ihn an Radfahrer und Jogger um vorzubeugen, daß diese als jagdbare Beute angesehen werden. Auch der soziale Kontakt zu anderen Hunden ist in diesem Alter wichtig. Und nicht zuletzt muß man auch in diesem Alter schon mit der Erziehung beginnen, auch wenn es manchmal schwer fallen sollte, den "süßen kleinen Kerl" zu maßregeln.

Wie erziehe ich meinen Hund?

Die Natur gibt dem Welpen Verhaltensweisen mit auf den Weg, die darauf abzielen, das zerbrechliche Leben zu erhalten. Jeder Welpe hat zu tun, sich selbst durchzubringen. So kennt auch ein Welpe noch keine Beißhemmung anderen Wurfgeschwistern und Rudelgenossen gegenüber. Er erlernt es erst dann, wenn er feststellt, daß er jedesmal, wenn er einen anderen zwickt, herzhaft zurückgebissen wird.
Die Entwicklung der natürlichen Beißhemmung ist also ein Lernprozeß, der in den ersten Lebenswochen und -monaten stattfindet. Genauso verhält sich der Hund uns gegenüber. Da der Hund uns nicht verstehen kann, müssen wir es ihn spüren lassen, daß er uns weh getan hat. Kinder reagieren da mitunter recht unkonvetionell, es soll schon so manches Menschenkind gegeben haben, das den Hund ins Ohr gebissen hat. Das ist natürlich nicht jedermanns Sache, es reichen auch schon ein fester Griff ins Nackenfell oder ein Klaps unter das Kinn. Wichtig ist bei jeder "Bestrafung", daß sie unmittelbar erfolgt und nicht einige Zeit später, der Hund würde das nicht mit seiner Missetat verbinden. Grundsätzlich haben Belohnungen einen besseren erzieherischen Effekt als Bestrafungen.
Eine Hundeerziehung umfaßt natürlich noch viel viel mehr, als es hier in diesen wenigen Grundregeln dargestellt werden kann. Eine sehr informative und umfangreichere Broschüre liegt in unserer Klinik aus.

Sehr empfehlen möchten wir in diesem Zusammenhang das Buch "Lassi, Rex & Co" unserer Kollegin Dr. Felicia Rehage.
Hier erfahren Sie auf eine amüsante und unterhaltsame Art, wie eine erfolgreiche Hundeerziehung gelingt.

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WIE ALT IST MEIN HUND?

Hier können Sie berechnen, welches Alter in "Menschenjahren" Ihr vierbeiniger Freund schon erreicht hat.

Geben Sie bitte zuerst das Alter Ihres Hundes in "Hundejahren" ein. Danach wählen Sie einfach eine der 3 Tasten:

"Kleine Rasse": (bis 15 kg Körpergewicht als erwachsener Hund)
"Mittlere Rasse" : (15-45 kg Körpergewicht als erwachsener Hund)
"Große Rasse": (über 45 kg Körpergewicht als erwachsener Hund)

Nun bekommen Sie schon das Alter Ihres Hundes in "Menschenjahren" angezeigt.

Viel Spaß beim Rechnen!

ALTER DES HUNDES:

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